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Google-Profil für Anwaltskanzleien – Mandanten gewinnen

Mandanten suchen Anwälte unter Druck: Vertrag liegt vor, Kündigung kam, Scheidung steht an. In dieser Phase entscheidet das Google Profil in unter 30 Sekunden über Anfrage oder nächsten Treffer in der Liste.

AutorLocalBoost-RedaktionVeröffentlicht:

Anwalts-Profile unterscheiden sich grundlegend von Konsumenten-Branchen: Es geht nicht um Foto-Ästhetik oder Reservierungen, sondern um Vertrauen, Spezialisierung und Erreichbarkeit. Drei Stellschrauben entscheiden – und werden meistens unterschätzt.

Spezialisierung als Hauptkategorie

„Rechtsanwalt" ist die generische Standardkategorie – aber Mandanten suchen nach ihrer Situation: „Anwalt Familienrecht", „Anwalt Arbeitsrecht", „Anwalt Mietrecht". Spezifischere Kategorien filtern die richtigen Anfragen und reduzieren den Wettbewerb dramatisch:

  • Familienrecht-Anwalt, Scheidungsanwalt
  • Arbeitsrecht-Anwalt, Kündigungsschutz-Spezialist
  • Strafverteidiger, Wirtschaftsstrafrecht-Anwalt
  • Mietrecht-Anwalt, Verkehrsrecht-Anwalt
  • Erbrecht-Anwalt, Notariat
  • Steuerberater (separate Kategorie)

Vertrauenssignale konsequent setzen

Mandanten entscheiden in der Recherche-Phase nach Vertrauenssignalen, nicht nach Preis. Drei Elemente, die im Profil und auf der verlinkten Webseite klar sichtbar sein sollten:

  • Spezialisierung mit Jahreszahl („Familienrecht seit 2008") statt nur „Allrounder"
  • Fachanwalts-Titel und Mitgliedschaften (Anwaltskammer, Fachverbände)
  • Erstes Beratungsgespräch klar geregelt: Kosten transparent oder „kostenfreies Erstgespräch"
  • Sprechzeiten und Erreichbarkeit – auch außerhalb der Geschäftszeiten

Bewertungen – sensibler als in jeder anderen Branche

Anwalts-Bewertungen sind heikel: Mandanten teilen Erfolge selten öffentlich (Vertraulichkeit), Misserfolge öfter (Frust). Das Resultat: Ein typisches Anwalts-Profil hat oft weniger Bewertungen als eine Pizzeria – aber jede einzelne wirkt stärker.

Was funktioniert: Ein dezenter Hinweis am Ende erfolgreicher Mandate („Sollten Sie zufrieden gewesen sein, würde uns eine Bewertung helfen"). Was nicht funktioniert: Massen-Mailings, Druck oder das Anbieten von Rabatt für Bewertungen – beides ist berufsrechtlich problematisch und wird vom Google-Spam-Filter erkannt.

Beiträge: Rechtsänderungen, FAQ, ohne Beratung

Beiträge im Anwalts-Profil dürfen Wissen zeigen, aber niemals konkrete Rechtsberatung enthalten. Geeignete Themen:

  • Rechtsänderungen mit Datum und kurzer Einordnung („Neue Mietrechts-Reform ab Juli – was Vermieter wissen sollten")
  • Klassische FAQs, die im Beratungsgespräch immer wieder auftauchen
  • Hinweise auf Webinare oder Vorträge der Kanzlei
  • Team-Vorstellungen und neue Mitarbeitende

Erstgespräch direkt buchbar machen

Mandanten zögern, anzurufen – sie haben Sorge, sofort Kosten auszulösen. Ein Online-Termin-Tool für ein definiertes Erstgespräch (15 Minuten, kostenfrei oder zum Festpreis) senkt diese Hürde deutlich. Tools mit Google-Anbindung: Calendly, Microsoft Bookings, lokale Anbieter wie LegalSimple.

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