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Google-Profil für Arztpraxen und Zahnärzte – Patienten gewinnen

Über 80 % aller neuen Patienten suchen vor der Terminbuchung online nach der Praxis. Was sie auf dem Google Profil sehen, entscheidet über Anruf oder Wegklick – oft binnen 8 Sekunden.

AutorLocalBoost-RedaktionVeröffentlicht:

Ein Arzt- oder Zahnarzt-Profil hat besondere Anforderungen: Die Schweigepflicht limitiert Antworten, Bewertungen sind sensibler als in jeder anderen Branche, und Patienten erwarten Online-Buchung statt Telefonschlange. Wer das berücksichtigt, gewinnt deutlich mehr Neupatienten – ohne juristisches Risiko.

Spezifische Fachgebiet-Kategorie wählen

„Arztpraxis" ist zu allgemein – Patienten suchen nach Fachrichtung, nicht nach „Arzt". Spezifische Kategorien rangieren in der lokalen Suche besser und erreichen die richtigen Patienten:

  • Hausarzt, Allgemeinmediziner, Internist
  • Zahnarzt, Kieferorthopäde, Implantologe
  • Kinderarzt, Frauenarzt, Hautarzt
  • Orthopäde, Augenarzt, HNO-Arzt
  • Psychotherapeut, Psychiater
  • Physiotherapie, Heilpraktiker (separate Kategorien)

Online-Terminbuchung – Pflicht statt Kür

Patienten unter 50 Jahren rufen kaum noch an – sie buchen am Smartphone. Wer keine Online-Terminbuchung anbietet, verliert diese Altersgruppe systematisch. Die wichtigsten Anbieter mit Google-Anbindung:

  • Doctolib (Deutschland und Schweiz Marktführer)
  • Jameda (Deutschland, Bewertung und Buchung kombiniert)
  • OneDoc (Schweiz)
  • Compudent / Damps (Zahnärzte mit Praxissoftware-Anbindung)
  • Eigene Buchungs-Lösungen via Webseite (mit dem Feld „Termin" verlinken)

Sprechzeiten und Sonderzeiten konsequent pflegen

Falsche oder veraltete Öffnungszeiten sind in Praxen der häufigste Grund für 1-Stern-Bewertungen. Pflegen Sie konsequent:

  • Reguläre Sprechzeiten exakt – nicht „nach Vereinbarung" als Standard
  • Urlaubszeiten und Vertretungen mindestens 14 Tage im Voraus
  • Notdienst-Zeiten und Sprechstunden-Sonderregelungen (Grippewelle, Ferienzeit)
  • Feiertags-Schließungen vorab eintragen (Google erinnert nicht zuverlässig)

Bewertungen – heikel, aber wichtig

Patienten-Bewertungen sind in Praxen eine Gratwanderung. Sie dürfen aktiv um Bewertungen bitten, aber niemals Druck aufbauen oder Belohnungen anbieten. Was funktioniert: Ein QR-Code im Wartezimmer, ein Hinweis in der Termin-Bestätigungs-Mail, eine Visitenkarte mit Link.

Q&A-Bereich aktiv besetzen

Die Frage-Antwort-Sektion auf Google ist in Praxen ein unterschätzter Hebel. Patienten stellen typische Fragen („Welche Krankenkassen?", „Mit Kindern willkommen?", „Parkplätze vorhanden?"), die Sie selbst beantworten können – das spart Telefon-Anrufe und zeigt Aktivität.

Häufige Fragen