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Google-Profil für Handwerksbetriebe – Aufträge gewinnen

Handwerker werden in 80 % der Fälle dann gesucht, wenn etwas dringend ist: Heizung defekt, Wasserrohr platzt, Strom weg. Wer in dieser Phase im Local Pack steht und schnell antwortet, gewinnt – Konkurrenz spielt eine geringere Rolle als Erreichbarkeit.

AutorLocalBoost-RedaktionVeröffentlicht:

Handwerker-Profile unterscheiden sich von stationären Branchen in drei Punkten: Servicegebiet statt Adresse, Vorher-Nachher-Fotos statt Stockbilder, schnelle Reaktion statt Marketing-Texte. Wer das umsetzt, hebt sich messbar von der Konkurrenz ab.

Servicegebiet statt Adress-Pin

Mobile Handwerker (Sanitär, Elektrik, Maler, Gartenbau, Reinigung) sollten KEIN festes Adress-Pin im Profil zeigen, sondern ein Servicegebiet definieren. Das ist die häufigste Fehlentscheidung beim Setup – mit massiver Wirkung auf die Sichtbarkeit.

  • Profil als „Servicegebiet-Unternehmen" einrichten (kein öffentliches Adress-Pin)
  • Servicegebiet als Liste von PLZ oder Städten angeben (nicht als Radius)
  • Maximal 20 Servicegebiete – Google straft übergroße Servicegebiete ab
  • Werkstatt-Adresse trotzdem hinterlegen (für Rechnungen und Verifizierung), aber privat

Spezifische Gewerk-Kategorie wählen

„Handwerker" gibt es bei Google nicht als Kategorie – stattdessen wählen Sie das spezifische Gewerk. Sekundär-Kategorien helfen, mehrere Schwerpunkte gleichzeitig sichtbar zu machen:

  • Sanitärinstallateur, Heizungsinstallateur, Klempner
  • Elektriker, Elektroinstallateur, Smart-Home-Installateur
  • Maler, Lackierer, Gipser/Stuckateur
  • Schreiner, Zimmerei, Bodenleger
  • Dachdecker, Spengler, Bauunternehmer
  • Garten- und Landschaftsbau, Gärtnerei

Vorher-Nachher-Fotos – Aufträge sprechen lassen

Handwerker-Profile mit regelmäßigen Vorher-Nachher-Fotos haben durchschnittlich eine 45 % höhere Anfrage-Rate als Profile ohne. Wichtig:

  • Mindestens 1 neues Vorher-Nachher pro Woche – Pflicht, nicht Kür
  • Schriftliche Einwilligung der Kunden (vor Beginn klären, nicht hinterher)
  • Gleicher Bildausschnitt vorher / nachher – sonst wirkt es unprofessionell
  • Beschreibung: Art der Arbeit, ungefähre Dauer, Materialeinsatz
  • Bei sensiblen Arbeiten (im Innenraum) keine Adress-Hinweise im Bild

Antwortzeit – der unterschätzte Ranking-Faktor

Google misst seit 2024, wie schnell Sie auf Bewertungen und Q&A-Anfragen antworten. Eine durchschnittliche Antwortzeit unter 24 Stunden ist 2026 die De-facto-Mindesterwartung – schnellere Antworten verbessern das Ranking messbar. Für Notdienste ist das besonders entscheidend.

Saisonale Beiträge nutzen

Handwerk ist stark saisonal – nutzen Sie das aktiv im Profil. Beispiele:

MonatBeitrag-Thema (Beispiel)
September„Heizungs-Check vor der Heizperiode – jetzt Termin sichern"
Oktober„Letzter Termin für Aussenarbeiten vor dem Frost"
März„Garten-Pflege-Saison startet – Bestelltermine sichern"
Mai„Klima-Checks vor der Sommerhitze"
Juni„Pool- und Terrassen-Saison – jetzt anmelden"

Bewertungen aktiv einsammeln – nach jedem Auftrag

Im Handwerk ist die natürliche Bewertungs-Quote besonders niedrig: Kunden sind froh, dass das Problem gelöst ist – und vergessen die Bewertung. Was funktioniert: ein Bewertungs-Link auf der Rechnung, eine kurze Folge-SMS oder -Mail 24 Stunden nach Abschluss, eine Visitenkarte mit Hinweis. Ziel: 1–4 neue Bewertungen pro Monat, kontinuierlich, keine Wellen.

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