Ein Restaurant-Profil unterscheidet sich von anderen Branchen in drei Punkten: Bilder schlagen Worte, die Speisekarte ist wichtiger als die Webseite und Gäste reservieren am Smartphone – nicht am Telefon. Wer diese drei Punkte sauber bedient, gewinnt deutlich mehr Tische.
Die spezifischste Kategorie wählen
„Restaurant" ist zu allgemein – die Konkurrenz im Local Pack ist dort enorm. Spezifischere Kategorien filtern für Sie passende Gäste und reduzieren den Wettbewerb deutlich:
- Italienisches / Französisches / Asiatisches Restaurant (Küche statt Oberbegriff)
- Pizzeria, Trattoria, Bistro, Brasserie, Gasthaus
- Vegetarisches / Veganes Restaurant
- Café, Brunch-Restaurant, Frühstücks-Café, Kaffeehaus
- Bar mit Speisen, Cocktailbar, Weinbar
- Take-away, Lieferdienst, Catering-Service
Speisekarte direkt im Profil – nicht versteckt auf der Webseite
Google bietet seit 2024 das Feld „Speisekarten-Link" und seit 2025 die Möglichkeit, Gerichte einzeln einzupflegen. Beides nutzen die wenigsten Restaurants – obwohl Gäste dort am häufigsten klicken. Eine vollständige Speisekarte im Profil reduziert Telefon-Anfragen („Was kostet die Pizza Margherita?") und beschleunigt die Entscheidung.
- Speisekarte als PDF oder als Online-Seite (immer mit aktueller URL)
- Hauptgerichte einzeln einpflegen mit Foto, Preis und kurzer Beschreibung
- Saison-Karten und Wochenangebote separat als Beitrag posten
- Allergen- und Diät-Hinweise (vegan, glutenfrei) konsequent kennzeichnen
Reservierungs-Button statt Telefon
70 % aller Restaurant-Reservierungen werden 2026 mobil außerhalb der Geschäftszeiten gemacht – abends, am Wochenende, kurzfristig. Ein reiner Telefon-Knopf nutzt in diesen Momenten nichts. Verbinden Sie Ihr Profil mit einem Reservierungssystem (OpenTable, Quandoo, formitable, Bookatable) – Google zeigt dann einen prominenten „Tisch reservieren"-Button.
Food-Fotos – das stärkste Asset
Restaurant-Profile mit aktuellen, hochwertigen Food-Fotos haben durchschnittlich eine 38 % höhere Klickrate als Profile mit Stockfotos oder ohne Bilder. Drei Regeln entscheiden über die Wirkung:
- Mindestens ein neues Food-Foto pro Woche (nicht stapelweise einmal jährlich)
- Natürliches Tageslicht von der Seite, kein Blitz, kein Filter
- Fokus aufs Gericht, nicht auf Tischdeko – die Pizza ist der Held, nicht das Besteck
- Auch Innenräume, Außenbereich (Terrasse), Team und Anlässe zeigen – nicht nur Speisen
Bewertungen aktiv und ehrlich beantworten
Restaurant-Bewertungen sind besonders emotional und besonders öffentlichkeitswirksam. Eine schlecht beantwortete 1-Stern-Bewertung schadet mehr als zehn unbeantwortete 5-Sterne. Drei Regeln:
- Innerhalb von 24 Stunden antworten – auch und besonders auf Kritik
- Keine Rechtfertigungen, keine Schuldzuweisungen an Mitarbeitende, keine Erklärungen warum „der Kunde falsch lag"
- Bei 5-Sterne kurz, persönlich, ohne Floskeln – idealerweise mit Bezug auf das genannte Gericht
Beiträge: Tagesgericht, Aktionen, Events
Wöchentliche Beiträge sind in der Gastronomie besonders einfach: Tagesgerichte, Wochenangebote, Spezialitäten, Brunch-Termine, Live-Musik, Saisonkarten. Wichtig: Beiträge laufen 7 Tage, dann verschwinden sie wieder – planen Sie also einen kleinen Vorrat ein.
Häufige Fragen
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